Archiv der Kategorie: Oper

Puccinis Tosca-Jahrhundertschritt

  Hundert Jahre sind in der Regel mehr als ein Menschenleben. 1900 resümiert Giacomo Puccini rückblickend, dass sich seit der Schlacht von Marengo im Juni 1800 in Italien nichts wirklich geändert habe. Zwar etwas geschichtsvergessen, aber unter dem Eindruck jahrzehntelanger … Weiterlesen

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In my end is my beginning

  Weihnachtszeit ist Engelzeit. Mit Lametta und bunten Kugeln geschmückt, ragen Weihnachtsbäume auch in Düsseldorf in den Himmel. Schwebt über jenem in der Altstadt nicht Maria Stuart engelsgleich unterwegs zum Himmelstor? Eben noch auf einem Biertisch auf der Bühne der … Weiterlesen

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Pathos Lohengrin

  Besonders Lohengrin-Inszenierungen wecken beim Publikum disparate Erwartungen. Wie kaum in einer seiner anderen Opern plädiert Richard Wagner altruistisch für eine neue Gesellschaft. Politisch nach 1848 radikalisiert, vertritt er im Lohengrin vehement die Idee einer Republik. Ästhetisierung durch sinnliche Wahrnehmung … Weiterlesen

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Mass – Ein Missverständnis

Jubiläen von  Komponisten, wie in diesem Jahr der 100. Geburtstag von Leonard Bernstein, lösen bei Opern- und Musiktheaterbühnen häufig eine Recherche nach einem besonderen Programm aus. Im Wettbewerb um das knappe Gut der Aufmerksamkeit gilt es, das ultimativ Andere im … Weiterlesen

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Parsifal als Held unserer Zeit

Im dritten Jahr ist Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung von Richard Wagners Parsifal auf dem Grünen Hügel präsent. Stark umstritten bei der Premiere 2016, wohl wegen ihrer allzu plakativen Bezüge zur weltpolitischen Lage und deren aktionistischer Umsetzung auf der Bühne, haben … Weiterlesen

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Schräge Musik im Festspielhaus Bayreuth

Samstag, 11. August 2018, 16:00, wie seit Tagen schwül warme 33 Grad Außentemperatur, lässt Barrie Koskys Zitat 13. August 1875, 12.45, 23 Grad Celcius Außentemperatur, eingeblendet auf den durchsichtigen Vorhang zuBeginn der Ouvertüre von Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg … Weiterlesen

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Keine Erotik, nirgends

Wer zu Melancholie neigt, dem ist Katharina Wagners Tristan und Isolde in Bayreuth eher nur mit Vorbehalt zu empfehlen. Fahles Blaulicht taucht die Bühne in ein mystisches Halbdunkel. Nur für wenige Momente wird sie ganz ausgeleuchtet. Kaltes Metall dominiert die … Weiterlesen

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